Aktuelles


Die Taschenbuchausgabe von «Blau steht dir nicht» ist am 24. Oktober 2011 im Suhrkamp Verlag erschienen, in dem vor kurzem auch Judith Schalanskys neuer Roman «Der Hals der Giraffe» erschien.

Zur Autorin

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, unterrichtete Typografische Grundlagen an der Fachhochschule Potsdam und lebt heute als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. 2006 veröffentlichte sie ihr typografisches Kompendium «Fraktur mon Amour». 2008 erschien ihr literarisches Debüt, der Matrosenroman «Blau steht dir nicht». Für ihren «Atlas der abgelegenen Inseln» wurde sie 2010 mit dem 1. Preis der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. 2009 erhielt sie ein Aufenthaltsstipendium der Villa Aurora in Los Angeles, 2010 eines des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Ihr neues Buch, der Bildungsroman «Der Hals der Giraffe» steht auf der Longlist des Buchpreises.

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Mitschnitt der Lesung im literarischen colloqium berlin am 21. August 2008.

Interviews

Interview mit Denis Scheck für titel thesen temperamente auf der Leipziger Buchmesse am 13. März 2008

«Ja, er sah einfach gut aus» – Interview mit Innokentij Kreknin auf der Leipziger Buchmesse am 15. März 2008

Litcolony-Video – Wege zum Text: Judith Schalansky spricht über die Entstehung ihres ‹Matrosenromans›.

Zu Gast bei Radio Eins: Die ersten Seiten - Debüts am 31. August 2008
Interview hören

Rezensionen

«Im ihrem Debütroman ‹Blau steht dir nicht› lässt sich Judith Schalansky von Geschichte zu Geschichte treiben. Eine Ich-Erzählerin erinnert sich an die DDR-Insel Usedom ihrer Jugend, vor allem an die Begegnung mit Matrosen, die für sie zu einem Erweckungserlebnis wird und Anlass gibt zu Assoziationen von Freiheit und Homoerotik.»
Maria Schorpp im Südkurier

«Alles ist möglich, auch in Judith Schalanskys schmalem, klugen Buch, in dem sich eine talentierte und vielversprechende neue Stimme zu Wort meldet.» Rezension lesen
Christoph Schröder in der Frankfurter Rundschau

«Ein Debüt, das Lust macht auf mehr.» Rezensionsgespräch hören
Manuela Reichart im Deutschlandradio

»[…] ein schmales, kostbares Buch – an dessen Ende man verwundert ist, wie viel Welt auf 140 Seiten passen kann. Wer es herausfinden möchte, braucht sie bloß aufzuschlagen.« Rezension lesen
Jan Valk auf www.litcolony.de

«‹Blau steht dir nicht›, meinte die Großmutter, und auch der Großvater riet vom Matrosinnenberuf ab. Judith Schalansky zieht sich elegant aus der Affäre, indem sie alle Matrosenphantasien in eine polymorphe Prosa verwandelt, die sich ins Weite träumt: Wegsegeln, Rausschwimmen oder Davonfliegen, mit dem Marineluftschiff oder auf Lilienthals Drachenflügeln. Alles ist möglich, lautete die Losung der Wendezeit, und sie hält sich zumindest für die Länge eines Matrosenromans.» Rezension lesen
Jutta Person in der Süddeutschen Zeitung

«Ein kleiner erzählerischer Bernstein in der Hand des Lesers.»
Mitteldeutsche Zeitung

«Die experimentelle Form mag am Anfang verunsichern, doch die Sprachfertigkeit der Autorin und die Poesie, die aus dem Zusammentreffen von Bildern und Text entsteht, sind ergreifend. Ein vielversprechendes Debüt.» Rezension lesen
Elise Cannuel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

«‹Blau steht dir nicht. Matrosenroman› ist sowohl höchst unterhaltsame Literatur als auch eine Perle für Literatur-Insider: Ein kulturhistorisch anspruchsvolles Buch mit philosophischem Tiefgang, gleichzeitig aber auch eine wunderbar leichte, ganz einfache Kindheitsgeschichte mit Muscheln, Seeigeln, sommerlichen Obsttorten und natürlich mit dem Meer.» Rezensionsgespräch hören | Rezension lesen
Lutz Bunk im Deutschlandradio

Zum Buch

Eine Kindheit am Meer. Eine Sehnsucht nach Freiheit. Die Ahnung, dass Freiheit einen Preis hat. Judith Schalansky erzählt in ihrem eindringlichen Romandebüt vom Aufwachsen an der Ostseeküste in der DDR, dort «wo andere Urlaub machen». Und von den Reisen der erwachsenen Ich-Erzählerin nach Russland und in die USA, wo sie dem Geheimnis ihrer Liebe zum Matrosenanzug nachspürt.

«In Jennys Mädchenbrust, unter dem roten Anorak, schlägt ein blaues Herz, obwohl ihr Blau, wie die Großmutter sagt, nicht steht. Vor allem steht es nicht still, das Matrosenblau – des Achterwassers, der Ostsee, des Pazifischen Ozeans … Offen, beweglich, assoziativ, salzig ist auch die Sprache der Autorin, deren Debüt von einer so gar nicht grenzenlosen Kindheit am weiten Meer erzählt, von der Fata-Morgana-Insel Oie, von Sergej Eisensteins Film ‹Potemkin›, von Coney Island, von Luftschiffen und -schlössern. Und nicht zuletzt ist Judith Schalanskys Roman eine Hommage an den Greifswalder Wolfgang Koeppen, der vor Beginn seiner ersten Reise von Bord und nach Berlin ging und dachte: ‹Ich habe keine Heimat.›»
Katja Lange-Müller

Zur Entstehung

Die ersten Kapitel des Romans entstanden 2007 im Rahmen von Judith Schalanskys Diplom an der Fachhochschule Potsdam. Ergebnis des typographisch-literarischen Projektes ist eine kommentierte Ausgabe des jetzt in der marebibliothek erschienenen Buches. Dieses Making Of wurde in einer Auflage von 7 Exemplaren produziert. Die Kommentarebene enthält neben Erklärungen, die das Leseverständnis erleichtern, auch Entwürfe und Verworfenes, Zitate und Tagebucheintragungen. Somit laden die Marginalien dazu ein, den verschlungenen Wegen des Schreibprozesses zu folgen, die dem jetzigen belletristischen Text vorausgegangen sind.

Anfang des 1. Kapitels der Kommentarausgabe (457.6 KB)

Anfang des 2. Kapitels der Kommentarausgabe (412.2 KB)




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